Mit dem Gesichtsfeld ist der Bezirk der Außenwelt gemeint, den man wahrnimmt ohne die Augen zu bewegen. Untersucht wird das Gesichtsfeld mit dem so genannten Perimeter. Mit ihm können Sehverluste sichtbar gemacht werden, allerdings sind diese erst sichtbar, wenn etwa 2/3 der Nervenfaser, ausgefallen sind. Neuere Geräte, wie z. B. das Zeiss Humphrey Matrix ermöglichen durch ein schnelles Screening Gesichtsfelddefekte schon im frühesten Stadium zu erkennen.
Zeiss Humphrey Matrix
Es gibt verschiedene Methoden den Augeninnendruck zu messen. Allen gemeinsam ist, dass das Auge definiert leicht eingedrückt wird. Dabei kann eine dicke Hornhaut zu falsch hohen Augeninnendruckwerten führen. Eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) gibt Aufschluss über die Beschaffenheit der Hornhaut. Da der Augeninnendruck großen tageszeitlichen Schwankungen unterliegt ist es sinnvoll, zu verschiedenen Tageszeiten und möglicherweise auch Nachtzeiten den Druck zu kontrollieren. Man spricht in diesem Fall von einem Tagesdruckprofil.
Die Beurteilung des Sehnervenkopfes (Papille), der Stelle, an der die Nerven der Netzhaut gebündelt das Auge verlassen, ist die wichtigste Untersuchung. So kann der Augenarzt zum Beispiel auf Blutungen oder eine zunehmende Vertiefung (Exkavation) achten. Eine exakte Dokumentation der Sehnerven-kopfveränderungen kann heutzutage durch den Heidelberg-Retina-Tomographen (HRT) erfolgen. Veränderungen bzw. Fortschreiten der Erkrankung können hierdurch objektiv dargestellt werden.
An erster Stelle der Glaukombehandlung steht die medikamentöse Therapie mit Augentropfen. Über 90% der Glaukomkranken können so behandelt werden. Lässt sich der gewünschte Erfolg nicht medikamentös erreichen, so kommen eine Laserbehandlung oder schließlich eine Operation in Frage.
Spaltlampen-Untersuchung