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ambulant & refraktiv

Presse & Medien

Im Bereich Presse & Medien hinterlegen wir für Sie aktuelle Veröffentlichungen über die Klinik für Refraktive und Ophthalmo-Chirurgie.


 

Reportage & Interview im Studio 47

Reportage zur Femtosekundenlaser assistierten Kataraktoperation.


Am 30.01.2017 zeigte der Fernsehsender Studio 47 in der Sendung "Visite" die Reportage zur Femtosekundenlaser assistierten Kataraktoperation. Im Beitrag wurde eine Patientin während der von Dr. Mark Tomalla durchgeführten Operation begleitet. Zu sehen ist dort die Femtosekundenlaser assistierte Kataraktoperation mit der Implantation einer trifokal torischen Linse zum Ausgleich einer Weitsichtigkeit, der Hornhautverkrümmung und der Lesebrille!

Im Studio beantwortete Herr Doulgkeriids (Oberarzt der Klinik) die Fragen.


Studio 47 berichtet über die Grauer-Star-OP

Aktuelle Ausstrahlung vom 10.10.2013 im Duisburger Stadtfernsehen

 


 

Studio 47 zu Gast bei Dr. med. Mark Tomalla

Ausstrahlung vom 09.10.2012 im Duisburger Stadtfernsehen

 


 

Die Entwicklung der Lasertechnik

Laser – Lasermedizin – Augen – ein kurzer, auch historischer Exkurs

von Dr. Kristian Hohla · Geschäftsführer, Technolas Perfect Vision GmbH

Medizin und Laser sind schon lange in der Öffentlichkeit eine Art „sexy Liaison“ eingegangen; dahinter steckt die hohe Präzision mit der man offensichtlich mit dem Laserstrahl schneiden, schweißen und messen kann. Wenn man die Entfernung zum Mond auf cm genau vermessen kann, wenn man die Zeitmessung auf unvorstellbare Genauigkeit von 10-18 Sekunden treiben kann, wenn man selbst die atomare Kernverschmelzung einleiten kann – was sollte da mit dem Laser erst am menschlichen Körper möglich sein.  Hohe Präzision, hohe Genauigkeit wünscht man sich ja besonders in der Medizin oder besser am eigenen Körper, falls man doch mal unters Messer muss.

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Leider hat sich der Traum von der hochgenauen Lasermedizin nicht überall erfüllt, zu undefiniert sind so manche Wirkungen der Laserstrahlung, die am Körper sich meistens in Form von lokaler Wärme, ja Hitze auswirkt. Hier wird vorsichtig erwärmt, aufgeheizt, geschnitten, geritzt oder auch zellspezifisch zerstört. Aber je mehr diese Prozesse im Einzelnen untersucht, analysiert und experimentell vorangetrieben wurden, umso mehr Probleme tauchten auf. In der Medizin handelt es sich eben nicht um immer gleichbleibendes „Material“. Die vielen Laser-Medizin-Institute, die weltweit in den Jahren zwischen 1970 und 1980 wie Pilze aus dem Boden schossen, müssen heute meist kleine „Brötchen“ backen, und sich mit ganz spezifischen und auch begrenzteren Themen auseinander setzen.

In einem Bereich der Augenheilkunde hat sich allerdings die öffentliche Erwartung in die Lasermedizin mehr als erfüllt. Es ist zwar ein kleiner Bereich, aber einer für uns alle sehr wichtiger. Dies zeigt schon die Frage nach der häufigsten Operation, die weltweit zurzeit pro Jahr durchgeführt wird: es ist nicht die Blinddarm-Entfernung, es sind nicht Mandeloperationen und erst recht nicht Brustvergrößerungen – es sind die Katarakt-Operationen. 

Nun ist es nicht verwunderlich, dass die Laser besonders in der Ophthalmologie erfolgreich sein werden, da ja gerade die Augenmediziner mit dem Licht praktisch auf „Du und Du“ leben. Ihr Verständnis für die „Laserei“, ja ihr Enthusiasmus für diese Lichtquelle und ihre mögliche Anwendung in ihrem Fachbereich hat sicherlich wesentlich für den Siegeszug der Laser in der Ophthalmologie beigetragen. Es hat sich so ganz nebenbei, und anfangs nahezu unbemerkt, eine echte  Symbiose von Augenmedizinern und Laserphysikern herausgebildet, ohne die diese sensationellen neuen Behandlungsmethoden nicht denkbar wären.  Und glücklicherweise hat diese Symbiose nicht nur für die Medizin sondern auch – sozusagen rückwärts - für die Laserindustrie eine große Rolle gespielt.

Der Siegeszug der Laser in der Ophthalmologie setze ein, als man 1978 erkannte, dass man die Netzhaut wieder anschweißen kann. Benützt wurde und wird hierfür ein sog. Nd:YAG-Laser, dessen Licht zwar im nahen Infrarot strahlt, aber für das Auge unsichtbar ist.

Der Siegeszug setzte sich fort, als zu Beginn der 1990-iger Jahre die Post-Cataract-Opacity (kurz PCO) ein ganz ernstes Problem bei der Katarakt-Behandlung darstellte. Immer mehr Menschen bekamen den sogenannten sekundären Katarakt, weil sich hinter der künstlichen Intraokularlinse (IOL)  eine diffus streuende Membran ausbildete. Als es gelang, diese Membran mit Hilfe eines sog. Kurzpulslasers (eines speziell ausgeformten Nd:YAG-Lasers) zu zerstören, war der Weg frei, auch für eine breitere Anwendung der Katarakt-Chirurgie. Es lohnt sich, dies etwas genauer zu erläutern: Hier wurde zum ersten Mal ein Effekt ausgenützt, der ganz laserspezifisch ist: nicht die Wärmewirkung der Laserstrahlung ist wichtig, sondern die hohe Intensität der Lichtstrahlung. Denn bei besonders hoher Intensität der Laserstrahlung, wenn – wie man sagt - eine gewisse Schwelle überschritten wird, wird eine „kleine“ Explosion im Gewebe ausgelöst. Diese kleine Explosion führt zu einer kleinen Blase, die das umgebende Gewebe auseinanderdrückt. Wenn eine Blase an die nächste Blase folgt, wenn also die Laserschüsse entsprechend kurz im Abstand aufeinanderfolgen, führt dies dazu, dass die undurchsichtige Membran zerstört wird. Die in kleine Teile aufgelöste Membran wird schließlich von den umgebenden Zellen aufgesaugt und abtransportiert. Das Licht kann wieder ungehindert durch den restlichen Augapfel dringen. Die für die Blasenbildung  entscheidende hohe Intensität der Lichtstrahlung wird dadurch erreicht, dass der Laserstrahl im Inneren des Auges fokussiert wird. Er bleibt sozusagen nicht an der Oberfläche des Auges „hängen“, sondern entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn die Strahlung wie im Brennpunkt eines Brennglases  fokussiert wird. Diese extreme Fokussierung ist eine der wesentlichen Eigenschaften des Laserlichtes.

Die  nächste Erfolgsstory des Lasers in der Ophthalmologie nahm ihren Anfang 1982 als man entdeckte, dass die neu entdeckte Klasse von ultraviolettes Licht aussendenden Excimerlasern einen besonderen Effekt an der Oberfläche des Gewebes erzielt. Die Strahlung eines speziellen Typs von Excimerlasern (Argon-Fluorid-Laser) wird schon in kleinsten Schichten der Oberfläche absorbiert und in Wärme umgesetzt. Ist die Energie des Lasers aber groß genug, wird das Gewebe ebenso verdampft wie beim oben beschriebenen Nd:YAG-Laser-Effekt. Nur nicht im Inneren des Gewebes sondern auf der Oberfläche, oder besser gesagt in der Oberflächenschicht. Die Laserenergie wird dann nur noch zu einem kleinen Teil in Wärme umgesetzt, der große Teil wird benützt um die Moleküle zu spalten und damit zu verdampfen. Ab dieser Schwelle wird die Wärme in dem verdampften Gewebe sozusagen mitgenommen, das noch nicht betroffene Gewebe bleibt kalt. Diese Form der Gewebeentfernung wird daher auch gerne als „kalte Ablation“ bezeichnet. Damit war es nun möglich, die Oberfläche gezielt „abzutragen“, und dies ohne das Gewebe zu erwärmen In Zusammenarbeit von Augenärzten und Physikern war es schnell klar, dass mit diesem Werkzeug gezielt die Oberfläche der Hornhaut bearbeitet werden konnte. Das war die Geburtsstunde der Refraktiven Chirurgie mit Excimerlasern. Die Oberfläche des Auges wurde gezielt so verändert, dass eine neue Krümmung  der Augenoberfläche eine neue Brechung des Lichtes erlaubte.   

Seit dieser Entdeckung wurden schätzungsweise mehr als 20 Millionen Menschen mit dem Excimerlaser behandelt, sie benötigen keine Brillengläser oder Kontaktlinsen mehr, ihre Fehlsichtigkeit konnte mit Hilfe des Lasers gezielt korrigiert werden.
Einen kleinen, mehr praktischen Schönheitsfehler hatte diese Methode aber doch: sie war für den Patienten nicht schmerzfrei, mehrere Tage mussten Schmerzmittel eingenommen werden. Um die Methode möglichst schmerzfrei durchführen zu können, musste eine kleine Schicht der Augenoberfläche entfernt werden, sie wurde aufgeklappt. In dem darunter befindlichen Gewebe wurde anschließend die Excimerlaser-Behandlung durchgeführt, danach die dünne Gewebeschicht wieder zurückgeklappt. Die LASIK-Methode war geboren, die nahezu schmerzfrei ist und die heute zur zweit-häufigsten Operation weltweit avanciert ist.

Doch auch diese LASIK-Methode hatte  sich noch einer Herausforderung zu stellen: nur gut eingearbeitete Augenärzte konnten den kleinen Gewebeschnitt am Auge mit der nötigen Präzision durchführen. Bei weniger gut ausgebildeten Ärzten variierte die Dicke der Gewebeklappe von Patient zu Patient zu stark und die Laserbehandlung konnte nicht reproduzierbar genug durchgeführt werden.

Abhilfe schaffte hier eine neue Klasse von Lasern, die sog. Femtosekunden-Laser. Ihre Wirkung entspricht etwa der des oben erwähnten Nd:YAG-Lasers für die Entfernung der Membran, die bisweilen nach der Implantation einer IOL entsteht. Nur ist diese Laserlichtquelle unglaublich viel genauer und präziser in ihrem Schneideverhalten. Die Energie zur Erzeugung der Gasblase wurde um das millionenfache reduziert, und trotzdem ist es nun möglich eine kleine, ja kleinste Gasblase  zu erzeugen. Entsprechend genau musste aber nun die Führung des Strahles erfolgen, damit eine gute Gewebeschicht geschnitten werden konnte. Die technischen Anforderungen waren extrem, es dauerte mehrere Jahre bis geeignete Lasersysteme zur Verfügung standen. Auch musste die medizinische Industrie große Investitionen tätigen, damit die Geräte einen für den medizinischen Einsatz benötigten Reifegrat erreichen konnten. Heutzutage werden die Mehrzahl der LASIK-Behandlungen mit einem Gewebeschnitt geöffnet, der mit einem FS-Laser gemacht wird. Auch weniger routinierte Ärzte können nun eine LASIK-Behandlung durchführen.

Wie so häufig führen die Verbesserungen einer Technologie für eine bestimmte Anwendung zu neuen Anwendungen in anderen Bereichen. In diesem Fall führte die oben angesprochene Zusammenarbeit von Augenärzten und Lasertechnikern zu einem Bündel von neuen Ideen von Anwendungen dieser neuen Laserlichtquelle, dem FS-Laser. Fasziniert von der Möglichkeit, dass man nun innerhalb des Auges ein Skalpell mit unerhörter Genauigkeit und Geschwindigkeit zur Verfügung hat, überschlugen sich innerhalb weniger Jahre neue Ideen und deren zügige Realisierung. Dieses Buch gibt einen ersten Überblick über die neuartigen Anwendungen, die diese Technik erlaubt.

Wir sind uns sicher, dass weitere Anwendungen – jenseits von Gewebeschnitten, Keratoplastie, Presbyopiekorrektur und Behandlung von Fehlsichtigkeiten – bald folgen werden. Dieses Buch wird einen ersten Überblick über diese neue Technik und ihren Anwendungen geben.

Zum Schluss ein paar Worte in eigener Sache. Ich persönlich habe die Laserphysik nahezu von ihren Anfängen verfolgen und an mancher Entwicklung selbst teilhaben dürfen. Das breite Spektrum der besonderen Eigenschaften der Laserstrahlung ist immer wieder faszinierend, gerade für einen jungen Wissenschaftler. Besonders faszinierend war für mich die Anwendung in der Medizin. Diese direkte Kopplung von technisch-wissenschaftlichem Fortschritt mit medizinischen Möglichkeiten ist eine großartige Erfahrung. Die weiter oben erwähnte Zusammenarbeit von Medizinern und Physikern/Technikern erlaubt zudem ein übergreifendes Verständnis und Einblick in andere Wissensdisziplinen, auch in deren Ethik.  Nicht zu vergessen sei hier die Symbiose mit der Industrie: sie zwingt zur Nähe mit der Realität, zum Machbaren.

An dieser Stelle und in diesem Kontext möchte ich Herrn Dr. Tomalla ganz herzlich und persönlich danken; er hat ganz wesentlich zum Erfolg der in diesem Buch beschriebenen Techniken beigetragen. Sein Enthusiasmus und auch seine Geduld für die Entwicklung der neuen Technologie sind beispielgebend. Vielen Dank für seine Bemühungen dieses Buch in Angriff zu nehmen, um diese neue Technik einem breiteren Publikum nahe zu bringen.

Dr. Kristian Hohla
Geschäftsführer
Technolas Perfect Vision GmbH

Evangelisches Krankenhaus Duisburg-Nord